Sprühkleber und Klebevliese zum Sticken

Ihr kennt es sicher alle, die einen schreien laut „NEIN“ wenns um Sprühkleber geht beim Sticken, die anderen schwören, dass richtig gute Stickergebnisse auf Stretchstoffen und anderen heiklen Stoffen nur damit in höchster Qualität zu sticken sind. Und wie ist das mit dem selbstklebenden Stickvlies?Da gibt es immer viele Fragen und viele Halbwahrheiten, persönliche Meinungen und Gerüchte.
Ich sage, es kommt darauf an WIE man die Produkte verwendet! 


Ich werde in diesem Post die verschiedenen Produkte vorstellen und Euch erklären, wie ihr sie benutzt und wann welches davon geeignet ist. Nähpark hat mir zu diesem Test einige Produkte zur Verfügung gestellt, ich selbst habe natürlich zu Hause nicht ein so großes Sortiment! Am Ende gibts noch ein Kurzinterview, das Euch die Auswirkungen von Klebevliesen und Sprühkleber auf die Maschinen aus Techniker-Sicht erklärt.
Getestet habe ich sowohl selbstklebendes Stickvlies, davon 4 Sorten, als auch 6 verschiedene Sprühkleber für die Textilverarbeitung.

Warum überhaupt kleben?
Mit selbstklebendem Vlies oder Sprühkleber lässt sich Stoff fixieren, ohne, dass er in den Stickrahmen eingespannt werden muss, so vermeidet man Abdrücke des Stickrahmens auf dem Stoff UND kann kleine Stoffstücke auf dem Vlies anbringen, die zum Einspannen zu klein wären oder Stoffe fixieren, die zum Einspannen schlicht zu dick oder steif sind, wie z.B. Leder oder Gurtband. Ebenso klebt man gelegentlich dünne und dehnbare Stoffe auf, hier auch vor dem Einspannen des Vlieses, damit sie beim Sticken wirklich ohne Dehnung fixiert sind. Dies ist wirklich nur bei sehr dichten oder grossen Motiven nötig. Grundsätzlich stablilisieren man so den Stoff auf dem Vlies, sodass er sich weder dehnen, noch verrutschen kann.

1. Selbstklebende Vliese

Ihr bekommt sie bei div. Händlern von div. Herstellern unter dem Namen „Stickvlies selbstklebend“.
Grosser Vorteil ist, dass nichts gesprüht werden muß.


 Das Vlies wird mit der Schutzfolie nach oben einfach in den Rahmen gespannt. Dann wird an der oberen Inneseite des Rahmens die Schultzfolie leicht eingeritzt. Jetzt kann man im Rahmen die Schutzfolie abziehen und hat eine Klebefläche.

Die Klebekraft ist sehr höher als bei den Sprühklebern, das war bei all den getesten Vliesen sehr nahe beieinander. Am besten klebt das „OESD Hydrostick„. Großer Nachteil der Stickvliese ist, dass sie komplett flächig mit einer Klebeschicht versehen sind, so gelangt viel mehr Kleber in die Maschine und an die Nadel, da diese sich nicht an klebefreien Stellen säubern kann, also dies bei Sprühkleber-Verwendung der fall ist. Preislich sind sie teurer als Sprühkleber und Vlies einzeln. 

Oft ist jedoch ein „Flicken“ des Vlies nach dem Sticken möglich, wenn die Stickerei nicht zu groß ist, die Stickerei kann dann vorsichtig ausgerissen werden… das Loch im Stickvlies wird einfach durch ein Stück Vlies wieder gescchlosssen, das geht auch mehrmals. So kann man Material sparen und muß nicht dauernd komplett neu einspannen.

Sulky Filmoplast  und  Madeira Cotton Fix
Beides Vliese auf Papierbasis mit bereits aufgebrachter selbstklebender Schicht unter einer Schutzfolie
Filmoplast hat eine karierte Papierseite, dies ist ein Vorteil beim Zuschneiden.
Die Schutzfolie ist etwas steifer als bei Madeira Cotton, das „CottonFix“ ist etwas dicker, aber dabei weicher. Das Madeira gefiel mir beim Einspannen besser. Es klebt etwas fester als das Filmoplast.

Da diese Klebevliese mit normalem Stickvlies definitiv eine höhere Klebekraft als Sprühkleber haben, lassen sie sich von der Rückseite innerhalb der Stickei (Lücken) eher schlechter entfernen. Bei manchen Stickereien wäre das ein Problem, weil diese durch das verbleibende Vlies zwischen Lücken sehr steif bleiben.

Für solche Anforderungen eignet sich dann eher ein selbstklebendes Stickvlies mit wasserlöslichem Vlies:
Freudenberg solufix:
Ein besonderes Produkt bei den selbstklebenden Stickvliesen, da sich der Vliesanteil und der Kleberanteil komplett auswaschen und dadurch die Stickereien lockerer werden. Ich verwende so etwas für grosse Stickereien auf Shirts oder anderen dehbaren Stoffen oder Frotteehandtüchern, wo die Stickerei auf keinen Fall steif sein darf, aber eine gute Fixierung notwendig ist, oder bei leichten Stoffen, sowie Seide u.ä, die keine „feste“ Stickerei mit verbleibendem Vlies vertragen.

Noch ein anderes Konzept steckt hinter:
OESD Hydrostick:
Hier muß die Klebeschicht durch leichtes Anfeuchten aktiviert werden. Unter den vorgestellten Klebevliesen das flexibelste, da es ja keine Schutzschicht hat. Beim Einspannen dadurch einfacher zu handhaben und leichter zu spannen. Man braucht auch nicht in der Innenseite des Rahmens ausreissen, es wird nur mit Schwamm o.ä. minimal angefeuchtet. Die Klebewirkung ist sehr hoch, das Vlies kann nach dem Sticken ausgerissen werden.  Solange das Vlies feucht ist, kann das Material noch verschoben werden, nach dem Antrocknen klebt es sehr fest. Die Klebeschicht muß nach dem Sticken/Trocknen durch Wasser wieder gelöst werden. Dieses Vlies ist darf als maschinenschonend bezeichnet werden, da von der getrockneten Klebeschicht nichts in die Maschine und an die Nadel gelangt.


Sprühkleber
Unter den Namen „Sprühkleber“, „Sprühfixierer“, „Sprühzeitkleber“ findet man diverse Sprühkleber zum Fixieren von Stoffen. Ich stelle Euch ein Paar vor und zeige Euch die Unterschiede und meine Erfahrungen.
Die Kleber unterscheiden sich in Klebekraft, Zusammensetzung und die Feinheit des Sprühnebels, sowie die Löslichkeit. Im Preis sind sie günstiger als die Klebevliese, schneller zu verarbeiten und haben i.d.R. eine geringer Klebekraft, eher haften sie. Alle Produkte sind natürlich FCKW frei.

Grundsätzlich ein Paar Tips zur Anwendung:
Man sprüht NIE an oder in der Nähe von Maschinen oder bei eingelegtem Rahmen.
Gesund ist Sprühnebel natürlich nie, genausowenig wie alles andere, das mit Sprühflaschen verwendet wird.
Die Kleber haben aber i.d.R. einen groben Sprühnebel mit schweren, groben Klebetröpfchen, die kaum streuen, d.h. er sprüht zielgerichtet auf und nicht in den ganzen Raum. Kurze Entfernung und wenig Aufsprühen hilft, unnötigen Sprühnebel zu vermeiden. Wenig reicht, die Produkte kleben sehr gut auch bei minimaler Aufsprühung. Grundsätzlich heißt die Devise: Nur dann wenn nötig und möglichst sparsam, es reicht völlig, wenn der Stoff gut haftet, damit er sich beim Sticken nicht verzieht.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Sprühkleber aufzubringen. In der Regel spannt man das Stickvlies in den Rahmen und sprüht dann in die Mitte des Vlieses. Dies macht man, wenn man kleine Stücke besticken möchte, die man nicht einspannen kann oder wenn man das Stoffstück nicht einspannen möchte, wie z.B. bei dicken Materialien oder kleinen Stücken.

Man kann auch das lose Vliesstück vor dem Einspannen einsprühen. Dies muß man ja tun, wenn man den Stoff mit einspannt. Nur bei sehr wenigen Materialien ist es nötig zu kleben UND Einszuspannen. Einsprühen vor dem Einspannen hat aber grundsätzlich den Vorteil, dass man sich so den Rahmen weniger verschmutzt und der Stoff wirklich flach aufgeklebt werden kann. Ich bereite mir so manchmal ein Paar Stücke Vlies im Freien vor und verarbeite sie dann nach und nach. Die Haftwirkung der Kleber reicht immer ein Paar Stunden oder sogar Tage.

Zur Auswirkung der Sprühkleber auf die Maschinen findest Du am Ende ein Kurzinterview mit einer „Nähmaschinen-Fachfrau“.
 

Und hier die einzelnen Sprühkleber im TEST:

Takter 650 (Brildor)
geruchsarm und der Sprühnebel ist eher grob, Haftkraft sehr hoch. Wäscht sich komplett aus bei der ersten Wäsche, jedoch nicht kaltwasserlöslich. Reinigung der Rahmen etc. mit warmem Wasser und Seife/Spüle gut möglich. Sehr gutes Preis/Mengen Verhältnis. (Preis: 3,19/100ml).

OESD Sprühkleber DK 505
In Produkteigenschaften und Klebeverhalten sehr ähnlich dem Brildor, Mehr Klebespuren am Stoff nach Abziehen. Riecht er mehr chemisch und läßt sich nicht ganz so präzise dosieren. (Preis: 2,70/100ml).

Madeira Sprühzeitkleber MSA 1100
Sehr hohe Klebekraft, feiner Sprühnebel, daher sehr sparsam im Verbrauch. Trocknet sofort und muß dann zügig verarbeitet werden. Hafteffekt verschwindet nach etwa 2-5 Tagen, muß also nicht zwangsweise ausgewaschen werden. Riecht leicht nach Zitrone und etwas chemisch. Hier fand ich den Geruch auch längerfristig sehr unangenehm, dieser Kleber würde für mich alleine deshalb ausscheiden.

Prym Sprühkleber
(Preis: 3,96/100ml)
Feiner Sprühnebel, gute Klebekraft, trocknet etwas langsamer auf, hat aber eine Besonderheit: Reinigung erfolgt mit Wasser und Seife, ist also vollständig auswaschbar aus Textilien UND Rahmen können einfach abgewaschen werden. Für viele Arbeiten ein großer Vorteil. Geruchsarm.

Mettler Webbond
(Preis: 4,03/100ml)
sprüht eher „spinnenetzartig“ und grob, eher linienartig, das soll so sein, denn der Kleber hinterläßt so weniger Klebeflächen auf dem Vlies, so kann sich die Nadel in kleberfreien Bereichen gut reinigen. Am aufgeklebten Stoff bleibt nichts kleben. Vorteil: Klebt sehr lange, so kann man auch auf Vorrat Stickvliese herrichten,die man später verwenden möchte. Verschmutzung der Maschine geringer als bei anderen Klebern. Die Klebewirkung ist sehr gut,  das Produkt hat keinen auffälligen Geruch. Gehört zu meinen Favoriten.

Zum Reinigen habe ich Mettler GOO Away getestet.
er ist auf den Mettler Kleber abgestimmt. Einfach auf ein altes Tuch oder Wattebausch besprühen und Rahmen damit abreiben. Geht ganz leicht und ist auch geeignet, um mit Wattestäbchen in der Maschine leicht zu reinigen.

Nun soll es nochmal darum gehen, welche Auswirkungen Klebevliese und Sprühkleber auf die Maschinen haben und wie man Schäden vorbeugen kann bzw. richtig arbeitet.

Dafür hat mir Petra Neuhierl vom Nähpark ein Paar Fragen im Kurzinterview beantwortet:

1. Werden Nadeln und Innenteile der Maschine von Spühkleber schmutzig und damit in der Funktion beeinträchtigt?
Ja, die Nadeln werden von Klebevlies und auch Sprühkleber verklebt, dadurch kann die Funktion beeinträchtigt werden. Man kann die Nadel zwischendurch auch leicht reinigen, in dem man diese regelmäßig mit einem öligen Tuch abwischt, sie sollte häufiger gewechselt werden. Das Klebemittel wird in die Maschine transportiert und kann vor allem den Greifer beeinträchtigen.
Dies betrifft auch die Spulenkapsel, regelmäßige Reinigung ist unbedingt nötig, um Schäden zu vermeiden.

2. Wie oft sollte man die Maschine zum Kundendienst geben, wenn man öfter Sprühkleber/Klebevlies benutzt?
Beim regulären Kundendienst wird die Maschine hier entsprechend gereinigt und von Kleberesten befreit wird. Wer gerne und viel stick und mit Klebemittel arbeitet, sollte die Maschine mindestens einmal im Jahr zur Wartung geben.

3. An welchen Stellen und wie kann der Nutzer selbst seine Maschine selbst reinigen?
Je nach Greifersystem kann man die Greiferbahn und Spulenkapsel auch selbst reinigen. Bei Maschinen mit einer „oben liegenden Spule“ kann man die Spulenkapsel entfernen und hier Sprühkleber Reiniger auf ein Wattestäbchen oder Tuch geben und die Greiferbahn intensiv reinigen.

4. Müssen Rahmen gereinigt werden oder ist dies nur ein optischer Effekt?
Die Rahmen müssen nicht zwingend gereinigt werden, dies ist überwiegend ein optischer Effekt. Nur bei sehr feinen Stoffe können dicke Kleberreste hinderlich sein. 

5. Gibt es in diesem Punkt einen Unterschied in der Verwendung von selbstklebendem Stickvlies und Sprühkleber?
Bei selbstklebenden Stickvlies ist die Klebeschicht gleichmäßig und permanent das bedeutet die Nadel kann bei jedem Einstich den Kleber transportieren. Wenn man Sprühkleber vorsichtig dosiert besteht hier der Vorteil, dass sich die Nadel zwischendurch auch wieder „abstreifen“ kann. Bei Sprühkleber wie z.B. bei WEB Bond von Amann/Mettler der keinen Sprühnebel erzeugt, sondern die Klebefläche eher wie ein Netz aufsprüht ist hier die „Nadelreinigung“ noch eher gegeben. Ebenso kommt beim OESD Vlies, das mit Wasser aktiviert wird so gut wie nichts in die Maschine.

6. Welche Empfehlungen gebt ihr zur grundsätzlichen Verwendung von Sprühkleber/Klebevlies?

Unsere Empfehlung zur Verwendung von Klebemitteln ist diese nur dann zu verwenden, wenn es sich nicht vermeiden läßt und für gute Stickergebnisse nötig ist, doch die Empfehlung ist generell hier sehr dosiert zu Arbeiten und die Maschine regelmäßig zu Reinigen.


So ich hoffe, Ihr habt bis hierher durchgehalten und ein Paar Infos bekommen, die für Euch nützlich sind, ich habe beim Testen und Erstellen wieder eine Menge gelernt! Un dich weiß jetzt, was ich für mich persönlich bevorzuge!


Herzlichen Dank an Nähpark für das zur Verfügungstellen der Kleber und Vliese !

Ohne diese wäre der Test nicht möglich gewesen. Und ebenso ein Danke an Petra vom Nähpark für das Interview! Grossartig, wenn man Infos aus erster Hand von Leuten bekommt, die wirklich reichlich Erfahrung haben ! Ich lerne da auch immer noch dazu !

 


RUMS Osterkörbchen DIY Tutorial

Ich habe für uns ein Eierkörbchen genäht. Endlich mal genau passend zur Deko im Esszimmer. Da kommen dann unsere gefärbten Eier rein, die sind aber natürlich noch nicht fertig, also hier ein Bild mit Schokoeiern. Die habe ich mir beim Bäcker wirklich in blau- silber raussuchen lassen….. 


Vorweg möchte ich erwähnen, dass das Tutorial gar nichts Neues ist, die Anleitungen für die Kordelkörbchen sind ja schon Tradition und es gibt auch hier in blogs diverse. So hat meine Blog-Kollegin Jolijou (in ihrem neuen Buch) eine Körbchenanleitung OHNE Kordel, meine Probestickerin Sabine von der Streuterklamotte hat eine NUR aus Kordel, auch total Klasse….

Ich mache diese Körbchen und die passenden Untersetzer aus Hanfkordel MIT Stoffrestemantel. Auch dafür gibts Anleitungen, bestimmt genug. Ich mache es aber an ein Paar Punkten anders bzw. habe noch ergänzende Tips, deshalb habe ich doch kurz mitfotografiert. 
Erstmal war mir wichtig, dass die Körbchen einen schönen Mittelpunkt haben, deshalb drösele ich das Seil etwas auf und forme so den Anfang zu einer Spitze, die sich schöner rollen läßt.
 
Dann kann so ein Hanf-Seil sehr dicht sein, das ist fester als die Kunststoffseile. Ich möchte die Körbchen und Untersetzer aber sehr fest und stabil, da ist das weichere Kunststoffseil weniger geeignet.

Außerdem greife ich zu Naturmaterialien, wann immer es geht. Hat auch den Vorteil, dass meine Körbchen und Untersetzer hitzebestänig sind und in die Waschmaschine können.
 
Oft haben normale Maschinen Schwierigkeiten, da sauber durchzustechen.  Der Trick ist dann, nicht in die Mitte des Seiles  zu stechen, dort ist es ja noch dicker und dichter. Deshalb stellt den Zickzackstich so breit ein, dass er nur in das äußere Drittel des Seiles einsticht (hier 4,5 Breite, 4 Länge). Und benutzt habe ich eine 80er Jeansnadel. Nicht dicker, die braucht sonst ja noch mehr Platz zum Durchkommen! Ich kann auf meiner Maschine sogar mit einer normalen 70er Universalnadel nähen.
Wichtig ist beim Nähen, dass nichts verkantet, also immer langsam nähen, und nicht am Nähgut ziehen oder schieben. Nadeln brechen meist nur dann, wenn sie verkanten… also schön laufen lassen, der Transporteur transportiert das Nähgut schon, ihr steuert nur ein bisschen die Richtung. So geht das auch mit einer kleineren und nicht so kräftigen Maschine gut. Die ersten Paar Runden sind etwas fitzelig, danach läuft es wie von selbst. Ein besondere Füßchen braucht man nicht, ich habe das Universalfüßchen mit 9mm drauf.
Ich verwende auch breitere Stoffstreifen, als ich in Anelitngen gesehen habe, dann geht das Wickeln nämlich schneller und man hat nicht noch 5 Stoffschichten, die sich überlappen, sondern kann schön diagonal wickeln. 
Dazu kann man Stoffstücke auf der ganzen Stoff-Breite schneiden, (also 1,40 an einem Stück), das mache ich mit dem Snaply Schneidelineal, ich schneide auf 35 mm. 

Oder man kann Stoffrestestücke in diese Breite schneiden und zusammennähen (geht auch ohne nähen, finde ich bei kleineren Stücken aber sehr zeitraubend und mühsam zu wickeln). Schnellste Variante ist natürlich ein gemusterter Stoff und davon gleich 1,40 m lange Bänder runterschneiden. 
 
So habe ich erst einen  Untersetzer gemacht, da muß man immer nur rundherum nähen, während das Nähgut flach aufliegt auf dem Nähtisch, das kann ich dann so herum besser.
Möchte man ein Körbchen, sollte man erst den Boden als Platte machen, damit das Körbchen schön steht und dann erst mit der linken Hand ein bisschen den Boden anheben beim Nähen, so entsteht eine Rundung im Korb, je mehr man anhebt, desto steiler wird die Rundung. 
 
(Hier habe ich das Körbchen links von der Maschine, da ist mehr Platz für die Rundung als unter dem Nähfuß, dafür kann unter dem Nähfuß die Platte flacher liegen) Hat man einen Freiarm, kann man so auch eine Art „Becher“ oder „Vase“ herstellen. Muß ich unbedingt auch noch mal ausprobieren, da müsste man dann eben die Rundung in die andere Richtung machen, also nach unten.


Ich möchte am äußeren Rand von meinem Körbchen einen glatten Abschluß, also habe ich auch hier wieder die Zwirnung vom Seil aufgedröselt… 
So läuft es sanft spitz zu und ich kann am oberen Rand einen glatten Abschluß hinbekommen. gefällt mir persönlich besser. 
 
Für einen Untersetzer mit 15 cm Durchmesser braucht man bei 5mm Seilstärke ca. 3,50m Seil, für das Körbchen habe ich 5,50m gebraucht. Stoffstreifen kann man ca. das 3,5-fache der Seillänge rechnen, je nachdem wie schräg man wickelt.
 
Ich werde meine StoffresteKiste in 35 mm Streifen schneiden und mir noch was ganz Grosses machen…. 
Ich wünsche Euch allen schöne Ostern… hier sind die Kinder schon groß, da ist das nicht mehr soooo die Aufregung, außer einem netten Osterfrühstück und Eier“klicken“ spielen (Eine Art „Boule“ mit den bunten gekochten Eiern) läuft das hier eher dezent, wir entspannen einfach ein bisschen und hoffen auf nettes Wetter.
Das Körbchen darf jetzt noch zu RUMS

EDIT: Die Kordel bekommt man oft als Wäscheleine in der Haushaltswarenabteilung beim Supermarkt oder Droeriemarkt. Und natürlich in jedem Baumarkt, da gibts die als Meterware von der Rolle oder als fertiges Bündel. Online bestellen ist günstiger, dauert aber länger. Manchmal steht es auch unter „Juteseil“… ist ein minimaler Unterschied, geht aber genauso gut. Sisal ist eher zu grob.



Sticksoftware V7 – Flächenfüllungen

Auf dem BERNINA-blog gibt es einen neuen Teil meiner Serie
„Arbeiten mit der Sticksoftware V7“
Diesmal geht es um kreative Flächenfüllungen.
Das Repertoire ist dort fast unerschöpflich…. mehrere Hundert mögliche Füllungs-Varianten für Flächen.
Alle Posts von mir zur Sticksoftware findet ihr hier 
(nach unten scrollen)
Im Bernina-blog gibt es für Euch unzählige Posts zum Thema „Stickerei und Software“. Auch wer nicht mit bernina arbeitet, kann sich hier viele Inspirationen und Informationen holen.

BERNINA Bandeinfasser auf der Cover L220

Ich habe es schon angekündigt, dass ich den BERNINA-Bandeinfasser für die Cover L220 testen werde.
Hier kommt für Euch mein Test mit Tips und einer ausführlichen Anleitung:

Für die BERNINA Cover L220 geeignet sind die Bandeinfasser #88 von BERNINA,  Hier kann man nur mit nicht-vorgefalzten Bändern arbeiten. Den Bandeinfasser gibt es in verschiedenen Breiten. Für die Arbeit mit Jersey und Sweat empfehle ich hier die Breite 38 mm. Die Variante 32 mm geht für dünnen Jersey auch noch, Sweat, Bündchenware und andere dickere Stoffe funktionieren damit aber nicht. Der ganz schmale Bandeinfasser 28 mm eignet sich wirklich nur für die Arbeit mit ganz dünnen Stoffen, das fertige Band ist nicht mal 6 mm breit. Der 38 mm – Bandeinfasser produziert einen Bandrand von knapp 10 mm Breite, das ist sogar bei Trägerhemdchen und anderen feinen Arbeiten perfekt. 
(Die Bandeinfasser #87 passen auch, arbeiten aber nur mit fertig vorgefalzten Bändern)

Um den Bandeinfasser für die Cover L220 zu nutzen, muss man separate Schrauben kaufen, die auf das Gewinde der L220 passen. Es gibt auch einen Adapter, der auf das vorhandene Gewinde geschraubt wird und oben dann  mit den normalen BandeinfasserSchrauben befestigt werden kann. Er kommt demnächst als Adapter in die Shops, kostet aber um die 20 Euro. Günstiger und schneller ist die Variante der neuen Schrauben. Die Bezugsquellen findet ihr am Ende des posts.

Der Bandeinfasser wird nur mit diesen 2 Schrauben ganz zügig an der L220 befestigt. Das dauert nur Sekunden. Dann kann es sofort losgehen. 

Das Band, dass ihr verwendet, kann aus Jersey oder Bündchenware normal von der vollen Stoffbreite abgeschnitten werden. Hier ist ja die Dehnung durch das Material gegeben und es muß im Gegensatz zu Webware nicht schräg geschnitten werden. Sehr praktisch, so könnt ihr Euch den Jersey auf voller Breite gleich zu einem richtig langen Streifen schneiden. Ich mache das mit Rollschneider und Lineal, bzw. dem Linealschneider von Snaply auf der Breite 3,75 mm. Man muß das Band nicht unbedingt aufrollen, kann man aber. Dafür eignet sich auch ein Stäbchen oder eine leere GarnKone oder eben eine breite Spule. 
(Schrägbänder aus Webware könnt ihr ungefaltetet in dieser Breite in vielen Farben günstig kaufen, oder selbst machen, dafür gibt es hier oder hier gute Anleitungen).

Und so geht das Einfädeln des Bandes:
Band schräg anschneiden und mit der Rückseite nach vorne in die Führung einfädeln… mit der Pinzette kann man durch den Schlitz in der Führung das Band ganz durchschieben und unter dem Nähfuß greifen.
Jetzt ganz nach hinten unter dem Nähfuß durchziehen. Jetzt ist das Band automatisch korrekt gefaltet und es kann schon losgehen. Wenn man jetzt die Nadeln absenkt oder ein Paar Stiche näht, kann man gleich den Stoff einfädeln und loslegen. 
Man hat also immer einen losen Bandanfang, der hinter das Nähfüßchen gezogen werden muß.

Den Stoff einzufädeln geht ganz einfach, man muß ihn nur mit der Pinzette knapp in das gefaltete Band direkt unter dem Füßchen einstecken. Wenn er einmal vom Transporteur gegriffen wird, läuft das fast automatisch, hier muß man nur wenig führen, wenn man Kurven näht. 

Jetzt müssen wir noch etwas an den Feineinstellungen des Bandeinfassers schrauben, er muss gut positioniert werden, damit er das Band so einzieht, dass es korrekt unter dem Nähfuß liegt. Die Maschineneinstellungen muß man nicht verändern. 
Hier seht ihr die beiden Möglichkeiten, den Bandeinfasser zu positionieren:
Die vordere Führung sitz bei mir, wenn es optimal läuft minimal links von der hinteren Führung, die hintere ist bündig mit der rechten Kante des mittleren Füßchenteiles. Sieht man auf dem Bild recht gut.


Die roten Pfeile zeigen die Schrauben, die die hintere Führung des Bandeinfassers verstellen.

Die blauen Pfeile zeigen, wie der Bandeinfasser an der vorderen Führung verstellt werden kann.

Auf den Proben hier kann man gut sehen, dass ich die Einstellungen solange anggepasst habe, bis die Nähte mittig auf dem genähten Band liegen, dies wird alleine durch die oben gezeigten Schrauben erreicht, also das Verstellen der hinteren und vorderen Führung. Alle anderen Schrauben konnte ich so lassen! Am Probestück in der Kurve deutlich zu sieht man deutlich, dass die Führung weiter nach rechts musste, also das band zu weit nach links geschoben wurde.


So wäre es richtig. Hier müßt ihr etwas testen, die Einstellung ist dann aber immer wieder gleich. Ich habe mit einer Einstellung alle Materialien genäht, auch Webware und Kunstleder und mußte an der Positionierung des Bandeinfassers nichts mehr ändern.
Das Band muss beim Nähen so laufen, dass die rechte Kante mit dem mittleren Nähfußteil abschließt, also unter den rechten Füßchenteil KEIN Band läuft, dann läuft es perfekt. Hier muss man beim Nähen wirklich nur darauf achten, dass sich das Band glatt einfädelt in die vordere Führung. Bei Jersey ziehe ich das Band etwas an, indem ich mit der rechten Hand etwas führe.

Der Bandeinfasser macht die untere Umschlagkante etwas breiter als die obere.  Das läßt sich nicht verstellen. Man kann auch nur mit 2 Nadeln (links oder rechts ausfädeln) nähen oder mit der Kettnaht. Ich habe auch fertiges, nichtgefalztes Schrägband getestet, man kann auch seine Reserven an gefalztem Band einfach glattbügeln und es dann verwenden, wenn es die richtige Breite hat.

Insgesamt ging das viel einfacher, als ich gedacht hatte.  
Ausklappen muß man das vordere Teil nur zum Einfädeln und beim Abschneiden des Bandes am Ende der Näharbeit. Wenn man ein weiteres Teil mit demselben Schrägband nähen möchte, schneidet man natürlich hinter dem Nähfuß ab.
 
 Fertig genäht habe ich für mich jetzt ein Trägerhemd.
(Schnitt Malotty)


 Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gerne als Kommentar hier unter dem Post.

Schrauben zur Montage an der Cover L220  sind einfache, metrische Schrauben mit Gewindegröße 3,5, Gewindelänge max. 6 mm, gibt es auch in jedem Baumarkt (können bei Nähpark für 2,80 Euro per mail oder telefonisch mitbestellt werden, sie sind noch nicht im onlineShop)
die Adapterplatte, die preislich (ab 20 Euro) aber gegenüber den Schrauben uninteressant ist, sollte demnächst in shops zu bekommen sein. In der Handhabung bietet sie keinen Vorteil.
Dies ist kein Werbepost, sondern ein Produkttest. Der Bandeinfasser wurde mir von nähpark zur Verfügung gestellt




MESSE… MädelsTAG

Letztes Wochenende haben wir uns in der „üblichen Mädelsrunde“ (das sind alle die aus dem Süden, die wir in der Regel auch schon seit Jahren auf dem Stoffmarkt & auf Nähtreffs treffen) zur  
in München getroffen.
Die Creativmesse ist eine reine Besuchermesse, auf der Händler für Bastel- und Kreativbedarf ihre Produkte zeigen. Dort geht man also zum Einkaufen hin und nicht wie bei einer Ordermesse für Fachbesucher zum Trends schnuppern und vorbestellen.

Wir treffen uns da also unter Anderem zum Shoppen. Viel Neues gibts da nicht, wenn man im Netz unterwegs ist, kennt man das Meiste schon, aber es ist eben ein netter Event, um ein Paar Sachen “ in echt“ anzuschauen und bei Workshop zu sehen, wie damit gearbeitet wird. Es gibts schon Vieles, was man ausprobieren kann. Aber ehrlich gesagt habe ich dafür immer keine Zeit, ich sitze lieber mit der „Truppe“ zusammen zum Ratschen, man sieht sich ja nicht so oft und ich gehe auch eher dorthin, um die Kolleginnen und Freundinnen zu treffen, die für alltägliche Treffen zu weit auseinander wohnen. 

In diesem Kreise treffen und kennen sich alle schon seit Jahren, alle mögen sich, und es gibt keine Zickereien, das ist einfach herrlich und immer sehr herzlich und man freut sich danach schon auf das nächste Treffen!  Und manchmal bin ich etwas traurig, dass wir so weit auseinander wohnen.
Außer den Händlern für Material gibt es in München dann eine Sonderfläche für „Kunsthandwerker“, einen Koffermarkt mit kleinen Ständen, die man für einen oder mehrere Tage buchen kann.

Dort waren diesmal auch Frau jolijou und Frau mymaki, die wir am Stand besucht haben. Zum Teil kannte man sich ja schon.
gestöbert und geshoppt haben wir da natürlich auch ein bisschen.
Und ich bin, bevor ich heimgefahren bin, da noch etwas „versackt“ beim Schwätzen…. Selten mit Menschen, die ich „nur“ als Kolleginnen kenne so intensiv und tiefgründig geredet. Schön war das und das wiederholen wir auch bald dann.
Das ist eben das Tolle an solchen Treffen, man trifft immer wieder auf Leute mit ähnlicher Gesinnung und lernt Menschen (besser) kennen, mit denen man sich wirklich was zu sagen hat.
Deshalb sind solche Treffen mit „Nähmädels“ für mich immer so wertvoll, es sind schon viele Freundschaften dabei entstanden, die weit ins Privatleben eingehen irgendwann.
Deshalb an dieser Stelle mal:
Schön dass es Euch gibt !
Stella di Gisela, Lya und ich, bunte Boote, elfenlicht, berkwerk, Carohonk, Alex, bellaina,ein bisschen bullerbü , Bibi’s Nähkiste, marmeli, mymaki&jolijou 
und die, die diesmal nicht dabei waren, grüß ich hier auch mal!
Gekauft habe ich nur wenig, ich brauch ja immer nix, ich bin ja gut ausgestattet hier… aber irgendwas findet sich ja immer.

Und auf einem Foto hier im blogpost bin ich doch glatt auch drauf, wenn auch nur am Rande, ganz klein…. entdeckt?
Danke an Britta und Marion, dass ich bei Euch ein Bild leihen durfte. Ich hatte nur das handy mit und die Ausbeute war eher „naja“……


 
 

Stickmuster erstellen – eine Buchrezension

Manchmal bekomme ich Materialien zum Testen, diesmal habe ich ein Buch zum „Rezensieren“ bekommen.
Da es hier um „mein Thema“ geht, mache ich das natürlich sehr gerne.


 „Stickmotive selbst erstellt“ von Sabine Scheuermann wurde im Selbstverlag mit nähpark Diermeier veröffentlicht.
(Bezugslink unten)

 
Das Grundlagenwerk arbeitet vielseitige Punkte beim Stickmuster erstellen mit Sticksoftware ab. 
Dabei wird so erklärt, dass die Anleitungen auf verschiedene Softwares anwendbar sind. 
  
In minimalen Einzelpunkten wird es sicher so sein, dass einzelne Aspekte in den vielen verschiedenen Softwares, die auf dem Markt sind, variieren, z.B. bei Füllungsarten, einzelnen Funktionen und Menueführung oder Sticharten. Dies ist aber meiner Meinung nach hier nicht wirklich relevant. 
Die Inhalte sind also auf diverse Stickmusterprogramme anwendbar und bieten damit eine gute Grundlage zum Einstieg ins Stickmuster digitalisieren.
Arbeitet man das Buch gründlich durch, ist es für Anfänger sicher ein guter Start mit fundierten Kenntnissen. Es zeigt ebenso, wie man mit einer grafischen Vorlage arbeiten kann oder wie man Einstellungen der Stickmuster nutzt, um bessere Stickergebnisse zu erzielen. Auch die Grundlagen der Sticktechnik kommen nicht zu kurz.
Das Buch arbeitet es die verschiedenen Füllmethoden und Sticharten ab, die man beim Erstellen auswählen kann.
Für viele bestimmt sehr interessant und lehrreich ist auch das Kapitel über die Digitalisierung von Schriften, hier herrscht ja auch immer die Vorstellung, es sei ausreichend, Texte oder Wörter einfach einzutippen. Dem ist nicht so, hier zeigt das Buch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Für Anfänger kann ich das Buch sehr empfehlen, es gibt auf dem deutschsprachigen Raum ja außer den Handbüchern der Softwares kaum Schriften über Sticksoftware, sehr erfreulich also, dass jetzt sowas vorliegt.

Ihr könnt das Buch nur hier über den nähpark-Shop beziehen.

Ein Exemplar hat mir der nähpark zum Verlosen zur Verfügung gestellt, wer sich also dafür interessiert, kommentiert hier unter diesem Blogpost.

Ich werde morgen, Mittwoch, 2.3.2016 um 23.59 den Lostopf schliessen und dann auslosen. Mitmachen können alle ab 18 Jahren. Wenn sich der hier im blog veröffentlichte Gewinner nicht binnen 7 Tagen per email bei mir meldet, lose ich neu aus. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
Versand nur innerhalb der EU.

Freebie Stickdatei ITH Hase für Euch

Ich hole mal für Euch das Osterhasen ITH-freebie wieder hoch.

Es ist ja schon fast 3 Jahre alt und die vielen neuen Leserinnen hier kennen es sicher noch nicht alle?
Gestickt wird das Häschen als in-the-hoop, ihr müsst dann nur noch wenden und füllen. Eine ausführliche, bebilderte Anleitung ist dabei!

Viel Spaß damit!

Und wer dann noch mehr Hasen und Eier braucht:
Für Euch noch immer im Oster-Angebot:

„Hasenbaumelei“
Anhänger für überall, ganz schnell ITH gestickt, gefüllt oder flach, aus Webaware oder auch Filz oder auch beidem….komplett ITH, natürlich wie immer mit bebilderter, absolut anfängertauglicher Anleitung.

Nur hier in meinem Shop. (Preis ist schon reduziert, 8 Euro statt 10 Euro)

 
von „ein bisschen bullerbü“
 
regenbogenbuntes

 von „Pattililly“
 von atelier98
 von chillibe

 von „nähen und mehr“

regenbogenbuntes

 bellaina

 glasperlengarten

kunterbunteskleeblatt


Hier noch die Übersicht:


Die Hasen und Eier sind sogar für den 10×10 Rahmen in Sammelbögen mit je 2 Teilen schon zusammengefasst, für den 13×18 Rahmen sind auch Sammelbögen mit mehreren Motiven dabei.
Einen schönes, kreatives Wochenende wünsche ich allen, die nicht Fassenacht oder Karneval feiern.

Stickmuster erstellen – Vom Digitalisieren (Punchen) mit Sticksoftware

Stickmuster erstellen….ich mache das nicht nur, ich schreibe auch darüber!

Seit Längerem erstelle ich für bernina eine Tutorial-Serie, die Anfängern und Interessierten das Digitalisieren mit der Sticksoftware erklären und näherbringen soll.
Auch für Stickerinnen, die keine Erfahrung mit dem Erstellen von Stickmustern haben, finde ich es wichtig, ein bißchen Ahnung zu haben, wie das eigentlich funktioniert. Dann erübrigt sich auch die Frage, ob man „mal schnell“ ein Bild in eine Stickdatei „umwandeln“ kann, bei der sich, wie ich zugegeben muss, immern erstmal kräftig schlucken muss. Ich weiß schon, sie wissen es einfach nicht besser… deshalb möchte ich Euch da genauer informieren.

Stickdateien erstellen hat mitnichten etwas mit „schlichtem Umwandeln“ zu tun. (Ich glaube da haben sehr, sehr viele die Vorstellung, man müßte da mehr oder weniger einfach in einem anderen Dateiformat speichern?). Das Bild kann als Vorlage dienen, mehr nicht. Von zackig kann nicht die Rede sein, es gibt Motive an denen arbeite ich auch mal 10 Stunden, bis sie wirklich fertig sind. Und das „gut“ zu machen, damit es auch gut zu sticken ist, erfordert viel Erfahrung beim Sticken UND mit dem Programm.
Auch wenn ihr denkt, mit der ersten Stickmaschine auch gleich ein Programm zum „Digitalisieren“ von Stickdateien kaufen zu wollen, weil ihr in Zukunft eure Stickmuster eben selbst machen wollt, rate ich dringend, da die eigenen Vorstellungen mal abzugleichen, bevor ihr hinterher enttäsucht seid, dass das so einfach nicht ist. Für mich sind die DigitalisierungsProgramme durchaus vergleichbar mit den anspruchsvollen Grafikprogrammen, wie inkscape, illustrator oder auch Gimp. Zusätzlich hat man aber beim Digitalisieren von Stickmustern noch die Sticktechnik, die man erst einmal grundlegend beherrschen sollte, bevor man sich an das Erstellen eigener Dateien macht. 
Ich möchte niemanden entmutigen, nur mit Gerüchten und falschen Vorstellungen aufräumen!
 

Lest mal rein in die Blogserie, es ist eine Einführung, die auch für andere Stickmuster-Programme anwendbar ist, in den Grundzügen sind die ja doch sehr ähnlich. So bekommt ihr eine realistische Einschätzung, wie das Erstellen von Stickmustern funktioniert.
heute mein neuer Beitrag aus der Serie auf dem bernina-blog:
Links zu meinen anderen Tutorials habe ich Euch hier auf dem blog unter „Sticktutorials“ zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen und Lernen!

Wollfilz – Manche Materialien MUSS man einfach verarbeiten RUMS#5/16

Hachz ja, DAS ist was FÜR MICH!
Also ich den Filz gesehen habe, musste ich den haben.
Ich nenne es mal „marmoriert“…. ist ein Farbverlauf der aufgefilzt ist…. ich mag diesen Effekt total gerne…
Ton-in-Ton ist ja sowieso „meins“…..

Ich habe ihn mit „leichten“ Stickmustern (von UrbanThreads) bestickt, die nur kleine Effekte setzen, mehr braucht es meiner Meinung nach nicht, aber die Kombination von dem matten Filz und dem glänzenden Stickgarn auch Ton-in-Ton efällt mir total gut!
Das rote Täschlein habe ich verkauft, das in lila verschenkt, die anderen beiden bleiben bei mir.
Ich werde ja oft gefragt, wo man Wollfilz kaufen kann, welchen ich benutze und wie ich den besticke.
Ich benutze fast ausschließlich den Wollfilz von Aladina, weil er in veschiedenen Stärken zu haben ist, tolle Farben hat und nicht fusselt, da er eine leichte Beimischung hat.

Meine Sachen aus diesem Filz sehen auch nach Jahren noch Tip-Top aus und flusen nicht.
Außerdem läßt er sich noch gut vernähen und besticken, was bei extrem dichten Filzen nicht immer (und nicht auf allen Maschinen), hier benutze ich die Stärke Duplia. Den dünnere (simplia) ist eher so dick wie Stickfilz, der geht eher für kleine Täschlein oder Buchüllen.

Und das ist natürlich wieder verlinkt bei RUMS
Aladina hat übrigens auch einen B2B Shop für Kleinunternehmer und Weiterverkäufer, für Info bitte hier entlang: Aladina-Einkaufsgemeinschaft