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Free Tutorial: Lange Taschengurte nähen & wenden

Ich habe die Tage einen 1 Meter langen Taschengurt aus Jeans-Stoff gebraucht, Jeans ist ja eher steif und dick, hier war es ein altes Hosenbein.
Die Technik, 2 Streifen zu schneiden, einzubügeln und dann links aus links zusammenzunähen/abzusteppen ist dann doch sehr mühsam und wird meist nicht schön grade, fertige Gurtbänder finde ich oft nicht schön und auch wenn man einen breiteren, stabileren Gurt aus Baumwollstoff braucht, muß man mit Bügelvlies arbeiten, da ist das Wenden dann auch manchmal ein Problem. 
Ebenso sind sehr schmale Bänder/Gurte schlecht zu wenden.
Also zeige ich Euch heute „meinen“ Trick, haben bestimmt auch schon viele andere so gemacht, aber das schadet ja nichts, ich denke es sind viele Nähanfänger hier, die das noch nicht kennen…

 Ich schneide einen Stoffstreifen mit doppelter Breite des fertigen Gurtes PLUS ca. 1,5 cm für Nahtzugabe.
(Hier habe ich schon mehrere Stücke in der Länge aneinandergesetzt, das Hosenbein war zu kurz, leider hier schon mit Naht, denkt Euch die weg….Foto ohne Naht hab ich vergessen )
Die Länge schneidest du zu, wie du sie brauchst.
Sowas mach ich immer mit dem Rollschneider und einem langen Schneidelineal.
Die Mitte der Länge wird auf der Stoffrückseite markiert.

Dann bügele ich dieses Stück Stoff rechts auf rechts in der Hälfte und steppe von einem Ende bis etwa 5 cm vor der Mitte ab, dasselbe mache ich von dem anderen Ende aus. Offen bleibt eine mittige „Wendeöffnung“ von ca. 10 cm.
Durch diese Öffnung kann man nun erst das eine Ende des Gurtes wenden/einziehen und dann das andere.
So ist der „Wulst“ nicht mal halb so dick, als wenn man die komplette Gurtänge auf einmal durchziehen/wenden müßte.
Dann wird sauber von einem Ende beginnend gebügelt, an der Öffnung einlegen, etwas spannen und festbügeln, dann gerne mit Nadeln fixieren, wenn ihr das mögt.
Jetzt könnt ihr von einem Ende zum anderen den Gurt absteppen, dabei wird die „Wendeöffnung“ gleich mit geschlossen.

FERTIG !!
Und noch ein TIP: Bei dicken Stoffen/vielen Lagen kommen die Nähmaschinen besser zurecht, wenn man die Nadel in die ganz linke Postion bringt (sofern bei der Maschine möglich). Warum das besser geht, kann ich Euch nicht so genau erklären, den Tip hab ich von Andrea bekommen, ausprobiert und das klappt wirklich.
Danke Andrea !!
Die „Nadel“ die ich zum Wenden hier benutze ist eine Maschennadel aus dem Strickkasten meiner Oma. Damit legt man normalerweise Maschen bei Zopfmustern o.Ä. zur Seite. Ich hab sie schon ewig und finde sie sehr praktisch.
Findet man bei Tante „googl*“ unter dem Begriff „Maschenraffer“.
Was ich mit diesem Taschengurt gemacht habe, zeig ich Euch ein ander Mal, vielleicht am Donnerstag zum Rums…

Viel Spaß beim Nacharbeiten !
Darf natürlich gerne verlinkt werden.

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